Während die deutschen Handballer in Köln aufs polnische Tor ballerten, um die WM07 zu gewinnen, feierten wir bereits den Turniersieg WT07 in Magdeburg.
Das Magdeburger Turnier, welches sich ob seiner traditionell begangenen Hin- und Herfahrten eines hohen Stellenwerts in der nach oben begrenzten Beliebtheitsskala seitens einiger, im jahrelangen Genuss von alkoholischen Getränken vorwiegend roter Farbe wohl geübter, der Pflege des vereinsintern zu Hitstatus avancierten Liedguts verbundener, im Gebrauch der Frisbeescheibe etwas nostalgisch anmutender Reliquien des Vereinslebens erfreut, überraschte in diesem Jahr mehrfach. Einen positiven Aspekt sollte man vorausschicken: die Deutsche Bahn fährt noch. Aber dann war schon der erste Bruch zu beobachten: unsere kleine Gitarre Andreas blieb einfach zuhause, weshalb wir auch die Liederbücher zuhause ließen und solcherart die Zugfahrt mit Gesangssurrogaten zu überstehen hatten. Immerhin spielten wir lustige Unterhaltungsspiele, doch blieb der Rotweinkonsum darüber einstellig. Wir waren Susi, Nina, Kati, Sylvie, Nadine (diese aber für die Saxy Divers), Christian, Uwe, Mat und Carsten. Wie man sieht konnten wir also gegen unsere ersten Frisbeegegner, das Frauennationalteam, am nächsten Morgen fast ein komplettes Damenteam auf die Linie bringen. Die Damen auf beiden Seiten spielten sehr ansehnliches Ultimate, wir gewannen jedoch mit sicherem Vorsprung. Der Spielplan sah in der Folge so ziemlich alle Teams für uns vor, die zu dem 10-Mannschaften Turnier gekommen waren. Das war zeitweise etwas seltsam, da wir nachdem wir unseren Pool gewonnen hatten (Spiele gegen die Traumaten, Crunch, DJs, Warsaw) zunächst noch gegen die Dritten und Fünften des anderen Pools antreten sollten. Die Party war sehr nett und wir hatten auch viel zu tanzen, was nach 3h Spielen im Non-Stop-Modus die Beine doch empfindlich ermüdete. Am Sonntag mussten wir nur zweimal auf’s Parkett. Da das erste Spiel erst um 12 Uhr anfangen sollte, konnten wir das leckere Frühstück gut genießen. Gewissermaßen einen neuen Standard stellten die Magdeburger mit Event-Cooking of scrambled eggs vor. Dann aber zu dem Spiel gegen Meine Mudder aus Bremen, die wir nach Sichtung einiger ihrer Spiele als unsere stärksten Gegner glaubten. Das Spiel wurde auch erwartet hart umkämpft. Am Anfang gelang es uns mit einigen guten Defensivaktionen auf 4:1 abzusetzen, plötzlich schlichen sich jedoch einige Unsicherheiten ein, was mit einem 4:5 bestraft wurde. Wir betonten in der Folge unsere Sandwichdeckung stärker, weshalb wir beim 7:7 wieder gleichziehen konnten. Dann gelangen uns zwei Punkte in Folge, auf die aufbauend wir mit sicherem Handling das Spiel nach Hause tragen konnten. So kam es schließlich, dass wir am Ende doch in einem Art Finale stehen sollten, obwohl der Spielplan die Erkürung des Siegers als den Besten aus einer Gruppe von 3 vorgesehen hatte. Die Saxy Divers hatten sich mittlerweile verstärkt durch einen Sieg gegen Meine Mudder in eine gute Ausgangsposition gebracht. Es gelang uns jedoch im Endspiel aus einer abgeklärten Spielweise heraus Kapital zu schlagen und eine recht sichere Führung von 14:8 zu erzielen. Damit war der zweite Turniersieg innerhalb von 8 Tagen erreicht. Dresden Deckel kann also auch Indoor Turniere für sich entscheiden.