8 Deckel mit Unterstützung aus Münster haben sich am letzten Wochenende
aufgemacht, um nicht die Quali zu meistern, sondern viel Spass in Pilzen zu
haben.
Wie schon die Touristenwerbung von Pilzen schreibt, kommen Touristen nicht
nur nach Pilzen "um die Merkwürdigkeiten der Stadt zu bewundern, sondern
auch um das weltberühmte Pilzner Bier zu geniessen". Und natürlich um
Frisbee zu spielen, was die Werbung aber vergaß zu erwähnen. Frisbee haben
wir am Samstag im Frühestpool gespielt und noch gerade einen Platz im oberen
Pool gewinnen können. Die Merkwürdigkeiten der Innenstadt haben wir uns dann
am Nachmittag angesehen. Pilzen ist eine sehr schöne Stadt. Dagegen fanden
wir es alle sehr merkwürdig, dass halbleere Pizzerien keine Kapazität für 10
hungrige Spieler haben und es um 9:00 Uhr abends nur noch Kroketten und
keine Knödel mehr geben kann.
Vorbildhaft pünktlich waren wir dann abends auf der Party, auf der um 23:00
Uhr das Bierrace steigen sollte. Ähnlich pünktlich war aber sonst kaum
jemand, und vielen ist es anscheinend sehr schwer gefallen überhaupt dorthin
zu finden. Für Dresden natürlich kein Problem, nachdem wir am Abend zuvor
schon die ganze Gegend nach der Schlafhalle abgesucht hatten und uns bestens
auskannten(Thomas hatte am Freitag übrigens schliesslich den rettenden
Einfall, als Fahrer auch mal den Rückspiegel zu benutzen, so dass er beim
zweiten Durchfahren einer Einbahnstrasse einen einsamen Frisbeewegweise am
Wegrand enteckte). Höhepunkt der Party waren übrigens Thomas, Ralf und
Christian beim beer race.
Sonntag hatten wir uns eigentlich keine besonders hohen Chancen in den
Spielen ausgerechnet. Aber nachdem wir eingespielt waren klappte alles
besser als erwartet, so dass wir von drei Spielen eines gewannen und uns in
zwei Spielen mit nur einem Punkt Rückstand verloren geben mussten. Plötzlich
konnten wir handeln, fangen und uns von einer Zonendefense von Yellow Fever
völlig unbeindruckt zeigen.
Dies bedeutete den sechsten Platz. Leider war die Siegerehrung ähnlich
schlecht wie die Party besucht, und darüberhinaus vor allem fast nur auf
tschechisch gehalten.
Sehr beeindruckend beim Tunier war übrigens die Halle, die durch ihre Höhe
und Breite eigentlich überhaupt keine Scheibe aus ihrer Bahn geworfen hat.
So eine Halle wünscht man sich häufiger, nur outdoor ist besser :-)
Es war schön zu erleben, wie wir als Team Spass hatten, sehr gut zusammen
gespielt haben, unseren (ausschliesslich tschechischen) Gegnern faire
Gegenspieler waren und auch eigentlich frustreiche Situationen wie die
Schlafhallensuche gut gelaunt durchstehen konnten.
Joachim
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