Gänseliesel Cup 2008
Ja, das war unser erstes Frauenturnier von Drehst´n Deckel alias Drehst´n Undercover. Es war ein Mixturnier, wir hatten jedoch eine Sondergenehmigung. Man, waren wir gut. Jedenfalls viel, viel besser, als wir uns alle vorstellen konnten. Und das gilt nicht nur für das Beerrace und die Party (dazu später).
Am Sonnabend hatten wir unsere 4 Poolspiele. Bereits bei unserem ersten Spiel gegen Jena (Paradisco) merkten wir, dass wir gut mithalten konnten. Wenn wir in der Offense waren, konnte der Gegner nur zwei dieser zottligen, haarigen, oft größer als wir Biester stellen. Das hatten wir ganz gut im Griff und es klappten sowohl die Angriffe über kurz als auch unsere langen und halblangen Teile. Soweit ich in Erinnerung habe, haben wir im ersten Spiel nicht einen langen verworfen (von ca. 4 oder 5???). In der Defense haben wir unseren Raider gespielt mit unseren großen Mädels hinten, den schnellen in der Mitte und den agressiven beim Marken :-) Klappte auch ganz gut, bis Jena umstellte und oft zwei nach hinten schickte, worauf wir erst mit einer kleinen Verzögerung reagieren konnten. Spielstand zum Schluss 8 : 11. Wir waren begeistert.
Das zweite Spiel gegen Kassel (den späteren Poolersten) begann dann auch mit einer Überraschung. Wir haben in der Defense begonnen und in unserer Ekstase erst einmal einen Zweipunktevorsprung rausgearbeitet. Als wir dann bemerkt haben, dass es 2 : 0 für uns steht, ließ unser Spiel auch gleich nach - so ungefähr, das geht doch nicht. Ging dann auch nicht mehr. Endstand 6 : 11 (oder so ähnlich). Okay. Wieder auf dem Boden der Tatsachen.
Etwas längere Pause dann bis zum dritten Spiel, den wir größtenteils draussen in der Sonne genossen. Als uns dann klar wurde, dass wir als Poolvierter erst um 11.30 Uhr am Sonntag spielen müssen im Gegensatz zum Poolfünften um 10.30 Uhr, hatten wir unsere Motivation für das nächste Spiel - gegen Bayreuth. Dieses Spiel wollten wir gewinnen. Wir wussten jetzt, dass wir es können. Das Spiel lief auch so wie erwartet. Sehr knapp. Fast immer nur ein Punkt Abstand. Leider waren wir in dem Spiel zu aufgeregt, weil wir wussten, dass wir es schaffen können, dass es leider zum Schluss nur ein 6 : 7 für Bayreuth wurde. Die freuten sich aber auch wie die Schneekönige, denn es sollte ihr einziges gewonnenes Spiel des Turniers werden.
Die Niederlage des dritten Spiels mussten wir schnell verarbeiten, denn wir hatten ja noch das vierte und letzte Spiel des Tages vor uns. Gegen Frankfurt. Aber leider konnten wir an unsere guten Leistungen der ersten Spiele nicht anschliessen, vielleicht fehlte auch die Kondition, jedenfalls endete dieses Spiel auch sehr klar für Frankfurt mit 5 : 14 (oder so ähnlich).
Okay - geschafft. Jetzt Duschen mit Duschwodka. Stylen, und ab in die Göttinger Innenstadt. War ja internationaler Frauentag, also gab es einen Kurzen gratis beim Italiener. Danach ab zur Party. Beerrace zweiter Platz, wahrscheinlich weil wir unsere beste Biertrinkerin Julia (wer konnte das vorher ahnen) verborgt hatten an das Winnerteam.
Party war super. Zwar der gleiche DJ wie letztes Jahr - also nicht mein Geschmack. Aber Leute waren gut drauf, Alkohol war da (Tequila und Wodkarunden). Der Rest wird nicht erzählt ;-)
Am Sonntag hatten wir unser erstes Spiel gegen den Poolvierten. Irgendwie noch Restalkohol im Blut haben wir dann einfach Frisbee gespielt und uns mehr getraut als wir uns normalerweise zutrauen, die langen Teile geworfen und auch gefangen. Und führten dann 5 : 2. Als wir den großen Vorsprung realisiert hatten, kam - wie immer - die kalte Dusche. Die Gegner holten auf, überholten uns und gewannen mit 8 : 7.
Trotz dessen, dass wir uns trotzdem über unser schönes Spiel - jedenfalls am Anfang freuten - haben wir uns von der Niederlage nicht mehr so wirklich erholt. Unser letztes Spiel gegen Mother Tongue war okay, Offense über kurz und lang, Defense Zone und Mann. Endstand für Mother Tongue 6 : 10 (oder ähnlich).
Und zu guter letzt konnten wir noch den Spiritpreis für uns entscheiden. Yippiii!!!
Im Endeffekt ein super schönes Turnier, was Lust auf mehr Frauenturniere macht. Wir haben jedenfalls gezeigt, dass wir es können und das wir Potenzial haben. Dann bis zum nächsten Mal.
Ergäzung: Nicht zu vergessen ist natürlich der Gewinn des Spiritpreis.
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